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3 Ausreden, die Dich von DEINEM Weg abhalten

Ausreden

Viele Menschen haben das diffuse Gefühl, dass sie mehr aus ihrem Leben machen könnten als bisher. Es tut sich aber…NICHTS:  Das hat gute Gründe.

pablo (3)Der Mensch ist nicht gerade mit einem „Experimentier-Gen“ ausgestattet. Im Laufe der Evolution haben wir gelernt als soziale Wesen zu überleben. Ausscheren aus der Gruppe konnte das Aus bedeuten, zumal der Tiger vor der Höhle lauerte. Also besser die Füße still halten und Schutz in der Gruppe suchen. Vor dem Tiger müssen wir uns heute nicht mehr fürchten, dafür vor vielen anderen Bedrohungen, die nicht minder Angst machen.

Es ist also ganz natürlich, dass auch der moderne Mensch auf bewährte Abwehrmechanismen seiner Urahnen zurückgreift. Das heißt, erst einmal abwarten, aussitzen, vermeiden, kein Risiko eingehen und sich anpassen.

Die einen können gut damit leben und finden früher oder später doch ihren Weg. Bei den anderen wächst hingegen der Veränderungsdruck. Wer darunter leidet und dennoch nicht weiter kommt, ist möglicherweise mit negativen Denkmustern infiziert. Einige davon sind wie Trojaner, die im Verborgenen ihr sabotierendes Werk verrichten, ohne dass wir es mitbekommen. Solche im Unbewussten gespeicherten „Skripte“ sorgen dafür, dass Veränderungen im Keim erstickt werden. So bleiben viele Menschen weit hinter ihren Möglichkeiten und/oder lassen sich ihr Leben diktieren. 

Mentale Blockaden tarnen sich gerne als Ausreden und Ausflüchte. Verteufeln sollte man sie keinesfalls; denn als Schutz vor Überbürdung erfüllen sie durchaus ihren Zweck. Vielmehr macht es Sinn, Ausreden mit etwas Abstand zu betrachten und sich zu fragen, ob ihr Daseinszweck noch berechtigt oder längst überholt ist. Einige prominente Vertreter finden Sie in den nachfolgenden„Hashtag-Ausreden-Communities“  😉

1. Ausreden der Überreizten: #nullBockaufVeränderung, #allesgutsowieesist

Wirklich gute Ausreden! Denn zugegeben: Wer am Status Quo klebt, hat auch Vorteile. Man kennt sich aus, geht vertraute Pfade, grüßt täglich sein Murmeltier und weiß, was auf einen zukommt. Wozu etwas ändern?

In einer Welt, die jeden Tag ihr Gesicht verändert, haben viele nur noch das Bedürfnis nach Ruhe und Beständigkeit. Das letzte, was sie brauchen, sind Umbrüche in ihrer Lebensführung, die sie auch noch selbst herbeiführen. Viele haben deshalb auch die Nase voll vom allgegenwärtigen Zwang zur Selbstoptimierung. Wer kann schon mit einem perfekten Lebensentwurf aufwarten? Damit diese Einstellung nicht in Lethargie umschlägt, muss man im ersten Schritt wieder lernen, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und abzuschalten. Regelmäßig für eine kurze Zeit aus allen Verpflichtungen wegzudriften und nicht verfügbar zu sein, mag für Pflichtbewusste verantwortungslos und egoistisch klingen. Ihnen sei gesagt, dass ein gesunder Egoismus dazu beiträgt, die eigene Leistungskraft und Lebensfreude zu erhalten. Nur wer gut zu sich selbst ist, kann gut für andere sorgen.

Wer Leerlauf als unangenehm empfindet, dem mag die Vorstellung helfen, dass Nichtstun die Vorstufe einer Aktivität ist, die ihre Energie aus der eigenen Mitte speist.

Der Fantasie freien Lauf lassen

Will heißen, man nutzt den vermeintlichen Müßiggang, um darüber nachzudenken, was einem Freude macht, was einen interessiert, was man vielleicht noch lernen möchte. Man kann sich z. B. ausmalen, wie es wäre, wenn man den Job wechseln, eine längere Fortbildung machen, in eine andere Stadt oder aufs Land ziehen, sich eine längere Auszeit von der Arbeit gönnen würde, usw.. 

recite-1bfd62jDas gelingt am besten, wen man allein ist, z. B. bei ausgiebigen Spaziergängen in der Natur. Mit der Zeit gewinnen die Vorstellungen an Kontur. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem man Lust hat, etwas Neues auszuprobieren – freiwillig und ohne Zwang von außen. Alles andere macht keinen Sinn.

Erste Schritte: Nehmen Sie sich regelmäßig eine Auszeit. Schalten sie alles ab, was Sie ablenken könnte. Gewöhnen Sie sich langsam an Stille. Gönnen Sie sich Ruhe. Keine Diktion, kein Druck, einfach loslassen und den Geist zur Ruhe kommen lassen. Aufgewühltes Wasser muss stehen, damit es klar wird.

 

2. Ausreden der Aufschieber:  #jetztnichtvielleichtspäter, #morgenistauchnocheinTag

Aufschieberitis oder auch Prokrastination genannt, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Diese Art von Selbstsabotage kann so weit gehen, dass sie sich nachteilig im Berufs- und Privatleben auswirkt. Sie erweckt den Eindruck von Unzuverlässigkeit, mangelnder Zielstrebigkeit und schwachem Durchhaltevermögen. Eine Außenwirkung, die nicht gerade eine gute Presse macht. Ebenso wenig trägt sie zu einem starken Selbstwertgefühl bei.

Was tun? Auch das Aufschieben von persönlichen Zielen kann als reiner Akt zur Notwehr gedeutet werden. Wenn z. B. im Job hunderte von Emails täglich auflaufen und nach Aufmerksamkeit heischen, wenn ein Projekt das andere jagt, der Erfolgsdruck immer höher wird und das Leben weitgehend durchgetaktet ist, schwindet die Energie, für sich selbst aktiv zu werden. Man weiß zwar, was zu tun ist, schiebt es aber lieber auf. Der Berg ist einfach zu groß.

pablo-1        Fünf einfache Fragen an diese Community:

  1. Wie wichtig ist Ihnen die Tätigkeit, die Sie aufschieben?
  2. Welches Ziel verbinden Sie damit?
  3. Wovor schützt Sie die Aufschieberitis?
  4. Welchen Nutzen haben Sie davon?
  5. Angenommen, Sie schieben weiter auf, wohin würde Sie das führen?
  6. Welchen ersten kleinen Schritt könnten Sie heute tun, um IHREM Ziel näher zu kommen?
  7. Wie würde sich das anfühlen?
  8. Welche Effekte hätte dieser erste kleine Schritt für Sie und andere?

Empfehlung: Besinnen Sie sich zunächst auf Ihre eigenen Ziele. Teilen Sie die Zielerreichung in kleine, machbare Schritte ein. Sobald Sie den Impuls spüren, die Umsetzung aufzuschieben, machen Sie stattdessen wenigstens einen kleinen Schritt. Jeder noch so kleine Schritt bringt Sie weiter und entfacht Energie für den nächsten. Einfach mal ausprobieren und sich an dem Erreichten freuen 🙂

3. Ausreden der Ängstlichen: #zuunsicher, #schaffeichalleinenicht

Berechenbarkeit und Vertrautheit geben uns ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Selbst wenn die Umstände alles andere als rosig sind, kleben wir daran wie Fliegen am Leim (Igitt). Paradoxerweise beschwört das Streben nach Sicherheit und Kontrolle genau das Gegenteil herauf: Unsicherheit und Konfusion.recite-18w21r3

Als Kind haben wir Strategien entwickelt, um uns vor Gefahren zu schützen. Konnten wir nicht ausweichen, haben wir gelernt, irgendwie auszuhalten. Wir fügten uns in das Unvermeidliche, vielleicht durch Verdrängung oder im Gegenteil durch zur Schau gestelltes Akzeptieren. Hatten wir die Wahl, so machten wir einen großen Bogen um alles, was uns unangenehm war. Dafür nahmen wir in Kauf, unser Leben einzuschränken und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu vermeiden.

Hilflosigkeit

In Fachkreisen nennt man das „erlernte Hilflosigkeit“. Diese Altlast schleppen wir als Erwachsene immer noch mit uns herum. Anstatt sich zu trauen, dem eigenen Kompass zu folgen, lässt man sich von anderen den Weg zeigen.

Eine Regel lautet: Was man sich angewöhnt hat, kann man sich auch abgewöhnen. Letztendlich ist Fremdbestimmung auch nichts anderes als eine antrainierte Gewohnheit. Das mentale Fitnessprogramm für mehr Selbstbestimmung beinhaltet regelmäßige Workouts in Selbstreflexion mit steigender Intensität. Hier einige Aufwärmübungen:

  • Was und wer hat mein Leben beeinflusst, geprägt?
  • Welche Glaubenssätze trage ich mit mir herum?
  • Was hat meinen Mut gedämpft? Was dämpft ihn heute?
  • Wovor fürchte ich mich?
  • Woran halte ich fest, obwohl es mir nicht gut tut?
  • Welches Muster erkenne ich darin wieder?
  • Was sind heute meine wahren Bedürfnisse?
  • Weiß ich, was mir zurzeit wirklich wichtig ist und was nicht?
  • Nach welchen Werten richte ich mein Leben aus? Wofür stehe ich? Was vertrete ich?
  • Wo mache ich Kompromisse?
  • Wie wirkt sich das aus?

Regelmäßig Phasen der Be-Sinnung einzulegen ist eine heilsame Erfahrung. Im Idealfall teilt man sie mit einer Person des Vertrauens, die gut zuhören und förderliche Fragen stellen kann. Wenn man sich der Altlasten begrenzender Überzeugungen entledigt, d. h., sie sich bewusst gemacht hat, verlieren sie ihren hemmenden Einfluss. Entschlossenheit und Tatkraft können sich entwickeln. Verborgene Talente und Fähigkeiten treten zutage. Sie wiederzuentdecken und sich darin zu erleben, ist beglückend.

Tipps für diese Community:

  1. Selbstreflexion und Selbstfürsorge sollten zur Herzenssache werden.
  2. Auch körperliche Fitness steigert das Selbstvertrauen. Schon 10 Minuten am Tag wirken Wunder.
  3. Mutproben machen stark. Stellen Sie sich jeden Monat einem Ihrer Ängste, und Sie werden eine andere, ein anderer sein. 🙂

Fazit: Je besser Sie Ihr eigenes Leben verstehen, desto mehr Fülle finden Sie in sich selbst. Sie können Ihr Leben bewusst gestalten, wenn Sie Ihre Ausreden erkennen und sich von ihnen verabschieden.

 

Hat Ihnen mein Artikel zuzm Thema „Ausreden“ gefallen? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn in Ihren sozialen Netzwerken weiterempfehlen. 🙂 

Was sind Ihre Lieblings- Ausreden? Kommentare erwünscht… 🙂

Titel-Foto: pixabay

– Vielen Dank für eine kurze Erwähnung oder Weiterleitung dieses Beitrags!
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