Coaching & Consulting
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3 Coachingfehler: Was beim Coaching nicht gut ankommt

Was beim Coaching nicht gut ankommt

Coachingfehler: Die Diplom-Psychologin Franziska Luschas berichtet in ihrem Blog über die über die 3 häufigsten Fehler in der Heilpraktiker–Praxis.  Diese lassen sich 1 zu 1 auf die Coaching-Praxis übertragen.

1. Coachingfehler: Erwartung des Klienten wird ignoriert

Der Klient kommt in der Erwartung, dass er Unterstützung erfährt und möchte nicht mit Theorien über Coaching-Modelle und Coaching-Tools zugetextet werden. Sehr oft jedoch schlägt hier die Erwartungsfalle zu. Der Coach denkt, der Klient erwarte vom ihm eine umfassende Erklärung der eingesetzten Coaching-Methoden, möglichst beeindruckend untermalt mit schicken Fremdwörtern, damit er Klient auch so richtig beeindruckt ist. Sicher braucht der Klient Informationen zum Coachingprozess generell und zu formalen/methodischen Aspekten. In erster Linie will er aber gut abgeholt werden. Das heißt für den Coach, vor allem gut und empathisch zuhören, sich selbst zurücknehmen, das Anliegen des Klienten in den Vordergrund stellen. Das gilt insbesondere für den Erstkontakt bzw. das sog. Erstgespräch, wenn Coach und Klient die Weichen für die weitere Zusammenarbeit stellen.

2. Coachingfeherl: Viel hilft viel – Tool-Hopping

Im Coaching-Prozess ist es wie in der Therapie nicht förderlich von Technik zu Technik zu springen, in der Hoffnung, dass schon irgendetwas den gewünschten Effekt bringen wird. Vielmehr kommt es darauf an, aus einer sorgfältig abgewogenen Hypothese heraus einen Impuls zu setzen, der Wirkung zeigt. Das kann eine gute Frage sein, eine bewusst ausgehaltene längere Pause oder der Einsatz einer speziellen Coaching-Technik, bei der man dann zunächst auch bleibt. Zu viele Tools hintereinander überfordern den Klienten und sind auch nicht unbedingt ein Zeichen von Qualität. Können kann nicht durch Tools ersetzt werden, sondern nur bereichert und ergänzt.

3. Coachingfehler: Nicht an sich selbst arbeiten, sich selbst nicht reflektieren

Ein Coach, der sich nicht selbst schon mindestens einmal hat coachen lassen, der seine eigene Leidbewältigung noch nicht abgeschlossen und Frieden mit sich gefunden hat, der sich nicht klar darüber ist, wo er steht und wofür, wird sich schwer tun, eine erfolgreiche Coaching-Praxis zu führen. Erst die Fähigkeit zur Selbstreflexion, das Wissen um die eigenen Grenzen und die feste Verortung im Leben geben dem Coach die Möglichkeit, sich selbst zurückzunehmen, sich ganz auf den Klienten einzulassen, dessen Wirklichkeit zu akzeptieren und sich authentisch, echt und einfühlsam ganz dem Klienten zuzuwenden.

Coachen lernen heißt, sich SELBST weiterzuentwickeln

Daher kommt es bei der Coach Ausbildung vor allem auf die intensive Selbsterfahrung und Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit an. Darauf aufbauend führen das Erlernen und Erproben von Coaching-Methoden und -Techniken zur einer „Coach-Persönlichkeit“, die Selbstvertrauen, Souveränität und Expertise ausstrahlt. So aufgestellt kann der Coach künftigen Coachings gelassen entgegen sehen und sich auf harmonische und erfolgreiche Coach-Klientenbeziehungen freuen.

– Vielen Dank für eine kurze Erwähnung oder Weiterleitung dieses Beitrags!
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